Engagement Rate berechnen: Formel und was normal ist

Engagement Rate berechnen: Formel und was normal ist

Deine Engagement Rate ist der Anteil deiner Follower (oder Zuschauer), der etwas mit deinem Beitrag macht: liken, kommentieren, teilen oder speichern. Du berechnest sie, indem du die Interaktionen auf einem Beitrag durch deine Follower Zahl teilst und das Ergebnis mit 100 multiplizierst. Was normal ist, hängt stark von der Plattform und deiner Follower Zahl ab: Bei einem Instagram Konto mit 1.000 bis 5.000 Followern liegen die Likes auf einem normalen Beitrag bei etwa 3,5 bis 4,8 % der Follower, bei einem Konto mit ein paar Hunderttausend Followern bei etwa 0,4 bis 1 %.

Willst du es gleich für dein eigenes Konto sehen? Unser kostenloser Rechner zeigt dir, was ein normaler Beitrag bei deiner Follower Zahl ungefähr erreicht, auf Grundlage der Studien weiter unten in diesem Artikel.

Kostenloses ToolEngagement Rate RechnerSieh, welche Likes, Kommentare und Views bei deiner Follower Zahl auf Instagram, TikTok, YouTube und Facebook normal sind, und vergleiche sie mit deinen eigenen Zahlen.Rechner öffnen

Was ist die Engagement Rate?

Die Engagement Rate (auch Interaktionsrate) misst, wie viele Leute etwas mit dem machen, was du postest, im Verhältnis dazu, wie viele es sehen konnten. Ein Like, ein Kommentar, ein Teilen oder Speichern: Das alles sind Interaktionen.

Die Zahl sagt mehr als die Likes allein, weil sie die Größe deines Kontos berücksichtigt: 200 Likes sind viel bei 2.000 Followern und wenig bei 200.000. Deshalb schauen auch Marken und Agenturen darauf, wenn sie wissen wollen, ob dein Publikum wirklich mitgeht.

Engagement Rate berechnen: die Formel

Es gibt zwei Arten, sie zu berechnen:

  • Pro Follower: Interaktionen auf einem Beitrag geteilt durch deine Follower Zahl, mal 100. Das ist die klassische Formel für Instagram und Facebook.
  • Pro Aufruf: Interaktionen geteilt durch die Zahl der Aufrufe, mal 100. Das ist bei TikTok und YouTube üblich, wo dir viele Zuschauer gar nicht folgen.

Rechne nicht mit einem einzelnen Beitrag, sondern mit deinen letzten 10 bis 12 Beiträgen. Tools wie HypeAuditor und Modash nehmen den Median, damit ein einzelner Ausreißer die Zahl nicht bestimmt. Was du mitzählst, ist je nach Plattform verschieden:

  • Instagram: Likes und Kommentare, geteilt durch deine Follower. Wie oft ein Beitrag gespeichert wurde, siehst du nur bei deinen eigenen Beiträgen.
  • TikTok: Likes, Kommentare und Shares (manchmal auch Speicherungen), geteilt durch die Aufrufe.
  • YouTube: Likes und Kommentare, geteilt durch die Aufrufe.
  • Facebook: alle Likes (auch Herzen und die anderen Emoji Reaktionen), Kommentare und Shares, geteilt durch deine Follower.

Rechenbeispiel

Angenommen, du hast 4.000 Follower auf Instagram und deine letzten zehn Beiträge haben zusammen 1.500 Likes und 60 Kommentare bekommen. Das sind im Schnitt 156 Interaktionen pro Beitrag. 156 geteilt durch 4.000 ergibt 0,039, mal 100 sind das 3,9 %.

Auf TikTok rechnest du mit Aufrufen. Ein Video mit 1.500 Aufrufen, 160 Likes, 6 Kommentaren und 14 Shares hat 180 Interaktionen, also 12 %. Pro Follower sind das bei 5.000 Followern 3,6 %. Beides sind normale Werte für Konten dieser Größe, wie die Tabelle unten zeigt.

Infografik: So berechnest du deine Engagement Rate. Pro Follower: Likes plus Kommentare, geteilt durch Follower, mal 100 (156 geteilt durch 4.000 sind 3,9 %). Pro View: Likes, Kommentare und Shares, geteilt durch Views, mal 100 (180 geteilt durch 1.500 sind 12 %).Infografik: So berechnest du deine Engagement Rate. Pro Follower: Likes plus Kommentare, geteilt durch Follower, mal 100 (156 geteilt durch 4.000 sind 3,9 %). Pro View: Likes, Kommentare und Shares, geteilt durch Views, mal 100 (180 geteilt durch 1.500 sind 12 %).
Die beiden Formeln mit den Rechenbeispielen von oben.

Was ist eine gute Engagement Rate?

Einen festen Wert, der für alle gut ist, gibt es nicht: Vergleich dich mit Konten auf derselben Plattform und in derselben Größe. Das erreicht ein normaler Beitrag laut HypeAuditor, Modash, CreatorDB und Socialinsider (2025 und 2026):

Follower oder Abonnenten1.000 bis 10.00010.000 bis 100.000100.000 bis 1 MillionÜber 1 Million
Instagram: Likes pro Follower1 bis 4,8 %0,4 bis 1,2 %0,4 bis 1 %0,5 bis 1,2 %
TikTok: Aufrufe pro Video280 bis 760580 bis 12.4003.400 bis 113.50032.000 bis 280.000
TikTok: Interaktionen pro Aufruf (Median)11 bis 13 %7,6 bis 8,9 %6,5 bis 7 %etwa 6,5 %
YouTube: Likes und Kommentare pro Aufruf2 bis 6,8 %2 bis 6,7 %1,7 bis 5,8 %1,2 bis 4,5 %
Facebook: Likes pro Follower (Unternehmensseiten)0,17 bis 0,36 %0,06 bis 0,18 %0,02 bis 0,12 %keine Daten

Quellen: Instagram von Modash (Median aus über 84 Millionen Profilen) und HypeAuditor (Durchschnitt); TikTok von HypeAuditor (Aufrufe) und Modash (November 2025); YouTube von CreatorDB (1,4 Millionen Kanäle, August 2026, lange Videos, mittlere Hälfte der Kanäle); Facebook von Socialinsider (Unternehmensseiten, 2025 und 2026).

Grafik: normale Engagement Rate nach Follower Zahl. Instagram Likes pro Follower: 3,5 bis 4,8 % bei 1.000 bis 5.000 Followern, 0,4 bis 1,2 % bei größeren Konten. TikTok Interaktionen pro View: 11 bis 13 % bei kleinen Konten, etwa 6,5 % über 1 Million Follower.Grafik: normale Engagement Rate nach Follower Zahl. Instagram Likes pro Follower: 3,5 bis 4,8 % bei 1.000 bis 5.000 Followern, 0,4 bis 1,2 % bei größeren Konten. TikTok Interaktionen pro View: 11 bis 13 % bei kleinen Konten, etwa 6,5 % über 1 Million Follower.
Instagram und TikTok aus der Tabelle oben. Was bei deiner Follower Zahl normal ist, zeigt dir unser Engagement Rate Rechner.

Auf Instagram ist der Unterschied innerhalb der kleinsten Gruppe groß: Unter 5.000 Followern sind 3,5 bis 4,8 % normal, zwischen 5.000 und 10.000 Followern 1 bis 2,2 %. Modash nennt unter 5.000 Followern alles über 6 % hoch und alles unter 1,85 % niedrig; ab 10.000 Followern ist über 1 % schon gut. Auf TikTok sind pro Aufruf über 10 % stark bei Konten unter 10.000 Followern, bei größeren schon über 7 %.

Unternehmenskonten liegen niedriger: Rival IQ hat für Marken 2025 einen Median von 0,30 % pro Follower auf Instagram und 2,01 % auf TikTok ermittelt. Durchschnittswerte liegen außerdem höher als das, was ein normaler Beitrag erreicht, weil virale Beiträge sie nach oben ziehen. Deshalb verwenden wir, wo es geht, den Median.

So hat sich das in den letzten Jahren verändert

Auf Instagram sinkt die Engagement Rate schon seit Jahren. HypeAuditor hat bei Influencern 1,85 % im Jahr 2023 und 1,59 % im Jahr 2024 gemessen; bei Marken ist der Median von 0,36 auf 0,30 % gefallen (Rival IQ). Auch auf TikTok ist die Interaktion pro Follower gesunken, im ersten Halbjahr 2026 auf 2,6 bis 2,7 % bei Unternehmenskonten (Socialinsider).

Auch die Zählweise ändert sich. Viele Tools rechnen inzwischen pro Aufruf, und YouTube zählt seit dem 24. August 2026 bei allen Videos einen Aufruf ab dem ersten Bild (bei Shorts schon seit März 2025). Deine Engagement Rate pro Aufruf auf YouTube kann deshalb niedriger ausfallen als in älteren Zahlen.

Warum größere Konten niedriger liegen

  • Die Bindung ist lockerer. Eine Studie im Journal of Marketing (2023, über 1.700 Influencer) zeigt, dass eine große Follower Zahl wie eine schwächere Beziehung wirkt, sodass Follower seltener reagieren.
  • Es gibt mehr passive Follower. Je älter ein Konto, desto mehr Follower sind nicht mehr aktiv. Die zählen in der Rechnung mit, machen aber nichts.
  • Nicht jeder sieht deinen Beitrag. Instagram, TikTok und Facebook entscheiden selbst, wem ein Beitrag angezeigt wird. Wer ihn nicht sieht, reagiert nicht, zählt aber trotzdem mit.

Auf TikTok ist der Unterschied kleiner, weil die meisten Aufrufe von Leuten kommen, die dir nicht folgen: Pro Aufruf bleibt die Interaktion auch bei großen Konten bei etwa 6,5 %.

So verbesserst du deine Engagement Rate

  • Fang stark an. In den ersten Sekunden eines Videos oder in der ersten Zeile deines Textes entscheidet jemand, ob er dranbleibt.
  • Stell eine einfache Frage. Lass die Leute zwischen zwei Optionen wählen oder einen Satz vervollständigen. Das funktioniert besser als „Schreib einen Kommentar“.
  • Antworte auf Kommentare mit einer Rückfrage. So wird aus einem Kommentar ein Gespräch.
  • Wähl das Format, das funktioniert. Bei Unternehmenskonten auf Instagram hatten Karussells 2025 die höchste Engagement Rate: 0,55 %, gegenüber 0,52 % für Reels und 0,37 % für einzelne Fotos.
  • Mach etwas, das man speichern oder weiterschicken will, zum Beispiel eine praktische Liste oder eine kurze Anleitung in Schritten.
  • Arbeite mit anderen zusammen. Laut Emplifi bekamen kleine Marken auf Instagram (unter 10.000 Followern) Ende 2024 mit Collab Posts 3,4 Mal so viele Interaktionen wie mit normalen Beiträgen.
  • Poste regelmäßig, und zwar dann, wenn deine Follower online sind. Wann das ist, zeigen dir die Statistiken in der App (auf Instagram mit einem professionellen Konto).

Mehr Tipps findest du in kostenlose Instagram Follower bekommen und in kostenlose TikTok Likes und Follower.

Was gekaufte und Fake Follower mit deiner Engagement Rate machen

Follower, die nichts tun, zählen in der Rechnung trotzdem mit. Mit 4.000 Followern und 156 Interaktionen pro Beitrag liegst du bei 3,9 %. Kommen 5.000 Follower dazu und bleiben deine Likes gleich, sinkt das auf 1,7 %.

Das gilt auch für unsere normalen Follower: echt aussehende Profile hoher Qualität, die wie normale Follower zählen, aber keine aktiven Menschen sind, die liken oder kommentieren. Deine Engagement Rate sinkt dadurch also. Wie du deine Follower prüfst und aufräumst, liest du in Fake Follower auf Instagram und TikTok erkennen und entfernen.

Gekaufte Likes wirken andersherum: Die zählen in der Formel mit, aber es kommen keine echten Reaktionen oder Zuschauer dazu, und mehr Reichweite kann dir niemand versprechen. Willst du einem neuen Beitrag trotzdem einen Schub geben, geht das mit Instagram Likes oder TikTok Likes. Unsere niederländischen Instagram Follower sind dagegen 100 % echte und aktive niederländische Profile (passend, wenn dein Publikum in den Niederlanden ist), aber auch dann entscheidet dein Content, ob sie reagieren.

Für dein eigenes Konto ist Kaufen nicht verboten, aber die Plattformen erlauben es in ihren Nutzungsbedingungen nicht und können einen Teil wieder entfernen. Für Unternehmen und Influencer ist es seit dem 28. Mai 2022 in der EU verboten, Verbraucher mit gekauften Likes, Followern oder Empfehlungen in die Irre zu führen: Lies zuerst, ob Likes kaufen legal ist.

Häufige Fragen zur Engagement Rate

Was ist eine gute Engagement Rate auf Instagram?

Das hängt von deiner Follower Zahl ab. Bei 1.000 bis 5.000 Followern sind 3,5 bis 4,8 % Likes pro Beitrag normal und über 6 % hoch; ab 10.000 Followern ist über 1 % schon gut. Marken liegen niedriger, mit einem Median von 0,30 % im Jahr 2025.

Was ist eine gute Engagement Rate auf TikTok?

Auf TikTok rechnest du meist pro Aufruf. Unter 10.000 Followern sind 11 bis 13 % üblich und über 15 % hervorragend; bei größeren Konten ist über 7 % gut. Pro Follower liegt der Wert niedriger: Marken kamen 2025 auf einen Median von 2,01 %.

Wie berechnet man die Engagement Rate?

Zähl die Likes, Kommentare und Shares eines Beitrags zusammen, teil die Summe durch deine Follower Zahl und multipliziere mit 100. Nimm den Durchschnitt oder den mittleren Wert deiner letzten 10 bis 12 Beiträge. Bei TikTok und YouTube teilst du meist durch die Aufrufe statt durch die Follower.

Was ist eine gute Engagement Rate auf YouTube?

Pro Aufruf erreichte die mittlere Hälfte der Kanäle im August 2026 bei langen Videos etwa 2 bis 6,8 % Likes und Kommentare; bei Shorts lag der Median bei etwa 2,2 bis 2,7 %. Weil YouTube seit dem 24. August 2026 jeden Aufruf ab dem ersten Bild zählt, können neuere Zahlen niedriger ausfallen.

Senken gekaufte Follower meine Engagement Rate?

Ja, wenn sie nicht reagieren. Unsere normalen Follower sind echt aussehende Profile hoher Qualität und keine aktiven Menschen, ohne zusätzliche Likes sinkt deine Engagement Rate also. Wachse deshalb lieber in Schritten.

Mazie Anne Cabug, KundenserviceJane Peteros, Kundenservice

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